Aufgrund eines kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfalls einer unserer Referenten müssen wir unsere STADTfragen-Veranstaltung „KREATIV STATT EXKLUSIV …in welchen Nischen wächst die Kunst?“, die ursprünglich am Dienstag, den 19. Februar stattgefunden hätte, auf Dienstag, den 26.  März verschieben.

KREATIV STATT EXKLUSIV
…in welchen Nischen wächst die Kunst?

Zeit: Dienstag, 26. März 2013, 19:00 Uhr
Ort: Import Export, Goethestraße 30

Themen: Lisa Lampe untersucht die Lebens- und Arbeitswirklichkeit Münchner Künstler, Roman Häbler zeigt, wie sich Münchens Sprayer in urbane Räume einschreiben – und was von Deutschlands einstiger Graffitihochburg geblieben ist, Toni Schade entwirft ein Künstlerhaus anstelle des Opernpalais als Vision eines kritischen, kreativen Ortes mitten in der Stadt.

München leuchtet. Vor allem das München der Theater, der Pinakotheken, der Symphonieorchester. Für weniger Etabliertes, Sperrigeres, für junge Künstler und Kreative, für Subkultur ist München ein schwieriges – und teures – Pflaster. Mieten sind unerschwinglich, Atelierplätze rar, undefinierte, alternativ nutzbare Objekte Mangelware. Welche kulturellen Positionen in der Stadt sichtbar werden, hängt nicht zuletzt am Raum, den man sich leisten kann – oder sich einfach nehmen muss. Denn das Neue entsteht oft gerade dort, wo sich Lücken in der geplanten, funktionalen Ordnung der Stadt auftun. Institutionalisierte Projekte wie städtische Off-Spaces, legale Graffitizonen oder top-down geplante Kreativquartiere geraten dann schnell in Widerspruch zur Lust der Kunst am Offenen, Unfertigen, Provisorischen. Wo also sind die Sprünge in der glatten Oberfläche, wo die Reibungspunkte, die Bruchstellen? …in welchen Nischen wächst die Kunst?

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Münchens Bevölkerung wächst jedes Jahr um circa 7.000 Bewohner_innen. Die Stadt platzt aus allen Nähten. Der kontinuierliche Zuzug bringt dabei viel Neues nach München. Die Stadt wird zunehmend heterogener und vielfältiger. Diese vielerorts geschätzte „kulturelle Vielfalt“ urbaner Räume steht jedoch leider nicht selten im Gegensatz zu einer Abwehrhaltung gegenüber dem vermeintlich Fremden. Mit der Bevölkerungsdichte – und vielfalt wächst eben auch das Bedürfnis nach Identität. “Mia san mia”? Aber wieviel Abgrenzung verträgt die Stadt? Wann wird Abgrenzung zu Ausgrenzung? Und gehört das Fremde nicht genauso zum städtischen Lebensgefühl wie der Schweinebraten zu Bayern?

Das südliche Bahnhofsviertel, rund um Schiller-, Goethe- und Landwehrstraße ist in ständiger Bewegung. Die vielfältige kommerzielle Infrastruktur und der nahegelegene Hauptbahnhof lassen das Viertel Tag und Nacht pulsieren. Hier ist es anders als irgendwo sonst in München. Ähnlich dem „Chinatown“ in London oder „Little Italy“ in New York wird das südliche Bahnhofsviertel oft als „Klein-Istanbul“ bezeichnet. Diese Bezeichnung wird der kulturell heterogenen Realität des Viertels jedoch kaum gerecht. Viele unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Identitäten kommen hier zusammen. Wie leben und arbeiten die verschiedenen sozialen Gruppen miteinander? Schafft die geteilte Erfahrung des Fremd-Seins eine gemeinsame Identität? Oder verstärkt das Beisammensein auf engem Raum die Abgrenzung voneinander? Diese und weitere Fragen behandelt die Arbeit „Der arabische Supermarkt – ein Ort des kulturellen Austausches oder der Exklusion?”, in der Miriam Thaler die ethnisch-kulturelle Vielfalt des Bahnhofsviertels und ihre Auswirkung auf die Nutzung und Aneignung von urbanem Raum untersuchte. (…)

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Text: Stella Lehn und Anja Junghans
Bild: Stella Lehn

INNEN AUSSEN – FREMDES EIGENES
…und wie viel Abgrenzung verträgt die Stadt?

Urbanes Zusammenleben zeichnet sich durch Dichte und Vielfalt aus. Unterschiedliche Identitäten leben in der Stadt auf engstem Raum miteinander. Sie unterscheiden sich durch Religion, Herkunft, Geschlecht, Alter, Weltanschauung und Lebensstil. Identität entsteht dabei vor allem auch durch Distinktion. Produziert wird diese Abgrenzung nicht nur durch Sprache, Kleidung und Esskultur, sondern auch durch Architektur und Stadtstruktur. Ein Resultat davon ist das Empfinden von Fremdheit. Wie entsteht „das“ Fremde? Kann Abgrenzung in der Stadt geplant werden? Wann wird Abgrenzung zur Ausgrenzung? Welchen Zweck erfüllt die Abgrenzung des Eigenen zum Fremden? Wie kann eine Vereinnahmung von Fremdheit Inklusion und gelebte Vielfalt schaffen? Wie kann das Fremde positiv auf unsere Städte wirken? …und wie viel Abgrenzung verträgt die Stadt?

Zeit: Donnerstag, 7. Februar 2013, 19.00 Uhr
Ort: Provisorium, Lindwurmstraße 37
Eintritt frei

Autoren/ Arbeiten:

      • Alexander Fehlner: Quartiersgestaltung. Was macht Architektur?, 2012 (Magisterarbeit/ Volkskunde/Europäische Ethnologie)
      • Miriam Thaler: Der arabische Supermarkt – ein Ort des kulturellen Austausches oder der Exklusion?, 2012 (Seminararbeit/ Ethnologie)
      • Elena Haas: Mappingprojekt: Das Fremde in München, 2012(Seminararbeit/ Kunstpädagogik)

BODEN-UN-ORDNUNG
…wem gehört die Stadt?

Die Grundlage unserer Städte ist im wahrsten Sinne des Wortes der Grund und Boden auf dem sie stehen. Dieser ist unvermehrbar und gerade in München knapp und teuer. Somit wird der Bodenpreis zu einem der limitierenden Faktoren der Entwicklung unserer Städte. Häufig ist nicht mehr der planerische Sinn oder der gesellschaftliche Wille, sondern die Finanzkraft der jeweiligen Nutzung ausschlaggebend für ihre Lage in der Stadt. Können Bürger und Verwaltung vor diesem Hintergrund überhaupt noch in ausreichendem Maße über die Geschicke ihrer Stadt mitentscheiden? Was sind die vorhandenen Beteiligungsmöglichkeiten wert? Sind die heutigen Planungsroutinen und deren Mittel ihrer Aufgabe gewachsen? Oder braucht es eine grundsätzlich neue Herangehensweise an die Fragen: …wer macht die Stadt, wem gehört die Stadt?

Zeit: Mittwoch, 16. Januar 2013, 19.00 Uhr
Ort: Provisorium, Lindwurmstraße 37
Eintritt frei

Autoren/ Arbeiten:

    • Bernadette-Julia Felsch: Wege zu einer gerechten Bodenordnung, 2012 (Diplomarbeit/ Politikwissenschaften)
    • Lena Keilhofer: Equalcity – a communistic credo translated into a contemporary architectural concept, 2012 (Projektarbeit/ Architektur)
    • Veronika Pauleit: Pasing im Umbruch – eine Gemeindestudie, 2012 (Projektarbeit/ Soziale Arbeit)

Bild: Flickr.com, User: seven_resist

Es ist soweit! Am 4. Dezember startet die zweite Runde der STADTfragen mit einem Abend zum Thema Stadt und Klimawandel.

AUCH MORGEN NOCH STADT
…wie werden Städte und Bewohner dem Klimawandel trotzen?

04. Dezember 2012, 19:00 Uhr, Import Export, Goethestraße 30

Themen: Joachim Fallmann simuliert und repariert städtische Wärmeinseln, Ilil Bartana vernetzt die Stadtregion mit dem Fahrrad, Hannah Veit und Wenke Volkmann zeigen erfrischende Ideen im Umgang mit städtischem Wasser.

Der Klimawandel erfordert eine fundamentale Anpassung unserer Städte und Lebensmuster. Denn auch technische Lösungen wie Passivhäuser und Elektroautos werden den Klimawandel nicht mehr aufhalten können. Doch lassen sich aus dieser Zwangslage auch Potentiale ableiten? Können wir Klimaanpassungs- und Vermeidungsstrategien gleichzeitig nutzen, um unsere Städte schöner und lebenswerter zu gestalten? Finden wir funktionale Lösungen mit sozialem und ästhetischem Mehrwert? Benötigen wir für neue Verhaltensweisen neue Stadträume? Und lassen sich diese Strategien auf die gewachsenen Strukturen unserer Stadtlandschaften anwenden? …und wie werden Städte und Bewohner dem Klimawandel trotzen?

STADTfragen: Im vergangenen Sommer hatten sich insgesamt 30 Studenten und Absolventen mit Ihren Arbeiten zum Thema Stadt bei den STADTfragen beworben. 12 davon haben wir ausgewählt, Ihre Ergebnisse, Ideen und Projekte im Herbst/ Winter 2012/ 2012 zu präsentieren und öffentlich zu diskutieren. Eine Übersicht der insgesamt vier Termine findet Ihr hier.
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Bild: Hannah Veit & Wenke Volkmann

Der Countdown läuft. Noch 20 Tage könnt Ihr Eure Arbeiten zum Thema Stadt bei uns einreichen und im Herbst/ Winter 2012/13 einen breiten Publikum präsentieren und mit interessanten Menschen disziplinenübergreifend diskutieren. Die Dokumentation der letzten STADTfragen-Runde findet Ihr hier: https://stadtfragen.wordpress.com/dokumentation/

Für eine Bewerbung das Bewerbungsformular herunterladen, ausfüllen und gemeinsam mit der Arbeit (PDF, max. 10 MB) an info@muenchner-forum.de schicken.

Wir freuen uns auf Eure Arbeiten und eine spannende Debatte!

Einsendeschluss: 31. Juli 2012

Das Junge Forum trifft sich am Mittwoch, den 6. August um 19.30 Uhr wieder zum Stammtisch. Wir hoffen auf gutes Wetter und haben deshalb den Biergarten am Bavariapark für unser Treffen ausgewählt. Sollte es regnen verlegen wir den Stammtisch ins Wirtshaus am Bavariapark.

Wir werden dann bereits einen kleinen Überblick über die eingegangenen  Bewerbungen unserer neuen Runde der Stadtfragen geben können. Darüber  hinaus werden wir die Idee unseres Stammtischs weiter verfolgen:  gemeinsam mit Interessierten die aktuellen und brennenden Themen der  Stadtentwicklung (Münchens) Disziplinen übergreifend zu diskutieren.  Bitte bringt doch – sofern Ihr kommt – eine ganz konkrete Frage mit,  die Euch aktuell beschäftigt und über die Ihr gern beim Stammtisch sprechen möchtet.

Foto: http://www.munichbeergardens.com

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